Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertagesstätten

Liebe(r) Elternbeiratsvorsitzende(r) und Stellvertreter,
Liebe Eltern,
 
 
zur nächsten GEB-Sitzung am

03.05.2012, um 20:00 Uhr
Jugendamt Stuttgart-Mitte, Wilhelmstraße 3, Raum EA.04


möchten wir Sie ganz herzlich einladen.
 
 
Themen sind unter Anderem:
- Essen (Herr Danner ist als Gast eingeladen)
- veränderte Öffnungszeiten ab September
- Sonstiges
 

Aufforderung der Stuttgarter Elternschaft an die Stadt Stuttgart ihren Erziehern eine Ballungsraumzulage zu zahlen - um die Diskrepanz zwischen Anforderungen/urbanen Lebenshaltungskosten und Gehalt in ein angemessenes Verhältnis zu stellen und um jungen Menschen eine attraktive Berufswahl zu bieten. 

Bitte zeichnen Sie unsere Online Petition unter: http://www.openpetition.de/petition/online/aufforderung-an-die-stadt-stuttgart-ihren-erziehern-eine-ballungsraumzulage-zu-zahlen und teilen Sie diesen Link in sozialen Netzwerken, per Email und sprechen Sie mit anderen Eltern darüber. 

Begründung: Die Erzieherinnen leisten in unseren Einrichtungen hochwertige und anspruchsvolle Arbeit: Gute Betreuung geht über die Pflege und Beaufsichtigung der Kinder weit hinaus. Gute Betreuung bedeutet die Umsetzung pädagogischer Konzepte, bei denen die Begleitung und Förderung der individuellen Entwicklung im Mittelpunkt steht. Die Erzieherinnen setzen sich einzeln und im Team mit diesen Konzepten auseinander und passen sie an die Rahmenbedingungen der Einrichtung an. Dies ist ein langwieriger und komplexer Prozess, da viele Faktoren zu berücksichtigen sind und die Konzepte immer wieder an der Realität überprüft werden müssen. Eine hohe Anforderung ist mit der Umsetzung der Konzepte in die Praxis verbunden: Wie lässt sich die individuelle Entwicklung in einer großen Gruppe von Kindern angemessen begleiten und fördern? Wie muss die Umgebung (Räumlichkeiten, Material, Zeiteinteilung, ...) gestaltet sein, um diesem Anspruch gerecht werden? Regelmäßig müssen die festgelegten Schritte im Team auf ihre Tauglichkeit überprüft werden. Weiterhin müssen die Eltern einbezogen und dafür mit diesen Konzepten vertraut gemacht werden, denn die Erziehungspartnerschaft ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Umsetzung der individuellen Förderung. Schriftlich fixierte Beobachtungen und Portfolioarbeit bilden ein wichtiges Instrument, um Entwicklungstendenzen festzustellen, zu begleiten und zu fördern, aber auch um den Kindern selbst ihre Entwicklung bewusst zu machen und nicht zuletzt, um mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.

Um all diese Aufgaben bewältigen zu können, benötigen Erzieherinnen ein hohes theoretisches Reflexionsvermögen und gleichzeitig die Fähigkeit, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Die Fähigkeit, mit verschiedenen Zielgruppen angemessen kommunizieren zu können, ist eine weitere wichtige Voraussetzung, einschließlich der Beherrschung von Präsentationstechniken. Ein hohes Engagement, verbunden mit der Bereitschaft, sich auch außerhalb der „üblichen“ Arbeitszeiten in Elternabenden, Entwicklungsgesprächen und Aktionen mit den Familien einzubringen, sind notwendiger Bestandteil dieses Berufes. Dass Erzieherinnen herzlich, geduldig, durchsetzungsfähig und kreativ sein müssen, soll hier nur noch ergänzend erwähnt werden.

Die Gesellschaft und mit ihr wir Eltern haben hohe Erwartungen an die Menschen, die die Entwicklung unserer Kinder in so prägender Weise begleiten. Diese Erwartungen müssen mit einem entsprechenden Ansehen und Auskommen gewürdigt werden. Uns sind Beispiele bekannt, dass begabte und ursprünglich an diesem Beruf interessierte junge Menschen andere Ausbildungsgänge vorgezogen haben, weil die Diskrepanz zwischen Anforderung und Gehalt nicht in einem angemessenen Verhältnis stehen.

Einem kinderfreundlichen Stuttgart muss das Wohl der ErzieherInnen am Herzen liegen, deshalb muss der Beruf des Erziehers aufgewertet werden. Das bedeutet, eine höhere Ausbildung und vor allem eine (deutlich) höhere Bezahlung sind dringend erforderlich, damit die Qualität und Quantität der Kinderbetreuung in Zukunft gesichert werden kann. Der Abwanderung von qualifiziertem Fachpersonal ins Umland, dem Abwerben von gewerblichen Anbietern und der Wunsch nach mehr Männern in Kitas kann nur durch eine bessere Bezahlung entgegengewirkt werden.

Wir fordern die Stadt Stuttgart auf, sich dieser Problematik schnell und ernsthaft anzunehmen und das Gehalt der Erzieherinnen in Stuttgart um einen deutlichen Anteil anzuheben.

 

Liebe Eltern,

das Jugendamt räumt den Eltern die Möglichkeit ein, am 2.Warnstreiktag von verdi die Kita durch die Eltern zu öffnen. Eine Wege- und Haftpflichtversicherung ist eingeschlossen (vgl. Formulare).

Der Streiktag findet statt am 26.03.2012

Die nötigen Informationen und Formulare sind als pdf angehangen.

WICHTIG: Dies gilt nicht für Teilschließungen, d.h. in dem Moment, in dem die Kita eine Notbetreuung anbietet, können die Eltern die Kita nicht öffnen!

Da dann die Verantwortung für die Kinder bei den Erzieherinnen liegt, kann nur eine begrenzte Anzahl von Kindern betreut werden. 

Eltern dürfen in diesem Fall die Erzieherinnen allerdings unterstützen.

Bitte geben sie die Information an alle betroffenen Eltern weiter.

 

Viele Grüße

Ihr GEB

 

Die zugehörigen Dokumente finden Sie hier: 

1. Überlassung von Räumen
2. Flyer zum Versicherungsschutz
3. Einverständniserklärung der Eltern für die Kita

 

 

Nach dem der ersten Warnstreik vorüber ist, stehen für nächste Woche weitere Tarifverhandlungen an. Sollten die Verhandlungen am 12. und 13.03.2012 kein verhandlungsfähiges Angebot seitens der Arbeitgeber ergeben wird es zu einer zweiten Warnstreikwelle seitens ver.di kommen.
Wir hoffen, dass die Kitas nicht im Mittelpunkt der Streiks stehen werden, unterstützen jedoch die Forderung der Erzieher nach einer leistungsgerechten Bezahlung.

 

Aktualisiert (Donnerstag, 15. März 2012 um 18:59 Uhr)

 

Sollte die erste Verhandlungsrunde am 01.03.2012 scheitern, wird bereits am

Mittwoch, den 07.03.2012,

der erste Warnstreik stattfinden. Sollte dann die nächste Runde auch fehlschlagen, ist der nächste Warnstreik zwischen 19.03. - 27.03. angesetzt. Sobald wir diesen Termin wissen, wird er auch hier veröffentlicht.

An Warnstreiktagen gibt es keine Notdienste und auch keine gesonderten Öffnungsmöglichkeiten für Kitas.

 

Ihr GEB Team 

Aktualisiert (Mittwoch, 15. Februar 2012 um 13:40 Uhr)